Konstruktion
Wir haben ausschließlich Doppeldachzelte in unserem Angebot. Einwandige Konstruktionen haben
häufig Probleme mit starker Kondenswasserbildung. Ausnahmen: Baumwollzelte
(schwer) und Goretex-Zelte (relativ teuer und funktioniert bei Frost oft
nicht). Das unbeschichtete Material des Innenzeltes lässt die Feuchtigkeit
durch, so dass sie am wasserdicht beschichteten Außenzelt kondensiert und
dort abläuft.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal in
der Konstruktion ist das innen- oder außenliegende Gestänge, d.h., dass das
Gestänge am Innen- oder Außenzelt befestigt wird. Bei einem außenliegenden
Gestänge werden Außenzelt und
Innenzelt gleichzeitig aufgebaut, bzw. das Innenzelt kann nachträglich
eingehängt werden. Vorteil: das Innenzelt bleibt beim Auf- und Abbau trocken.
Für Urlaube in eher warmen Gebieten empfiehlt sich daher ein Zelt mit
innenliegendem Gestänge. Man stellt erst das Innenzelt auf und spannt danach
das Außenzelt darüber. Wenn es richtig heiß (und keine Regenwolke in Sicht)
ist, reicht oft nur das Innenzelt, die Belüftung ist um ein Vielfaches
besser. Zelte mit zwei Eingängen lassen sich logischerweise besser belüften
als solche mit nur einem.
Damit ein Zelt auch in kräftigem Wind
stehen bleibt, sollten ausreichend Abspannleinen vorhanden sein. Diese sollten
sinnvollerweise an den Gestängebögen ansetzen. Eine Abspannung am Zeltstoff
zwischen dem Gestänge nützt bei richtigem Wind eher wenig!
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Kuppelzelte
sind freistehend. Sie brauchen wenig Heringe und eignen sich deshalb
besonders für problematischen Untergrund (Fels, Sand). Das Raumangebot
ist im Verhältnis zur Grundfläche recht gut. Kuppelzelte mit zwei oder
drei Stangen, die sich über dem Zeltmittelpunkt kreuzen, sind einfach
und schnell aufzubauen. |
Materialien
Nylon
(Polyamid) ist das Material mit der besten Reiß- und Scheuerfestigkeit im
Verhältnis zum Gewicht. Die Reißfestigkeit erhöht sich noch, wenn Nylon als
Rip-Stop Material verarbeitet wird. Hierbei werden ca. alle 5 Millimeter
dickere Kette - und Schußfäden in das Material eingewebt. Nachteile von
Nylon sind die geringere UV - Resistenz und die Dehnung bei Nässe. Dadurch
kann es nötig sein, dass das Zelt bei Regen nachspannt werden muss.
Polyester
überzeugt durch seine geringe Dehnung bei Nässe und die hohe UV - Resistenz.
Es ist etwas schwerer als Nylon und nicht ganz so reiß- und scheuerfest.
Für das
Innenzelt wird fast ausschließlich Nylon
verwendet. Gute Wasserdampfdurchlässigkeit, geringes Gewicht und hohe
Stabilität machen es zu dem Material für Innenzelte. Um es besonders luftig
zu machen, verwenden einige Hersteller auch Moskitogaze in Teilen oder für
das gesamte Innenzelt. Selten findet man noch Baumwolle oder
Baumwollmischgewebe. Sie sind schwerer, nicht so stabil und nicht so dauerhaft
wie Nylon. Auch für den Boden wird
aus o.g. Gründen in der Regel Nylon verwendet.
Das Herzstück des Materials ist die Beschichtung. Während für das Innenzelt ein unbeschichtetes
Material verarbeitet wird, müssen Außenzelt und Boden wasserdicht sein. Laut
DIN sind die Materialien wasserdicht, die eine Wassersäule von mehr als 1300
mm aufweisen. In der Praxis zeigt sich, dass dieser Wert nicht ausreichend
ist, da er z.B. den Zeitfaktor (Alterung) nicht berücksichtigt. Als Richtwert
gelten >3000 mm für das Außenzelt und >5000 mm für den Boden als
genügend für die meisten Einsätze.
Dass eine sehr hohe Wassersäule nicht
das einzige Kriterium ist, wird bei der Polyurethan
Beschichtung (PU) deutlich. PU ist eine hochwertige, flexible Beschichtung,
die oft in mehreren Lagen aufgetragen wird. Allerdings senkt diese
Beschichtung die Reißfestigkeit des Materials. Was nutzt ein Zelt mit 30.000
mm Wassersäule, das nicht mehr besonders reißfest ist? Für Zeltböden ist
PU erste Wahl, da die Scheuerfestigkeit des Materials nicht beeinträchtigt
wird.
Die Silikonbeschichtung
(SI) hat keinen negativen Einfluss auf die Reißfestigkeit, erhöht aber die
UV Beständigkeit, wenn sie außen aufgetragen ist. Außerdem perlt der Regen
besser ab, so dass das Material nicht so viel Wasser aufnimmt. Die
Silikonbeschichtung wird oft zweifach von innen und einfach von außen
aufgetragen. Sie ist die aufwendigste und teuerste Beschichtung und macht
besonders in der Kombination mit hochwertigen Nylongeweben Sinn.
Weiterhin gibt es die Acrylbeschichtung,
die nicht besonders haltbar ist und meist nur knapp die o.g. DIN erfüllt.
Gleiches gilt für Alubedampfungen, deren wärmemindernder Effekt
ohnehin nicht so groß ist. Außerdem ist es in solchen Zelten sehr dunkel.
Wenn ein Zelt wirklich wasserdicht sein
soll, dann müssen auch die Nähte abgedichtet sein. Bei den meisten PU -
beschichteten Zelten sind die Nähte bandversiegelt. Das ist, je nach
Qualität, keine Lösung für die Ewigkeit. Einige Hersteller legen deshalb
eine Tube Nahtdichter bei, mit dem undicht gewordene Stellen abgedichtet
werden können. Silikonbeschichtete Stoffe lassen sich nicht bandversiegeln.
Hier muss man in jedem Fall mit Nahtdichter arbeiten. Den Nahtdichter am
besten von außen ganz dünn dort auftragen, wo die Fäden im Stoff
verschwinden.
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Firstzelte haben ein eher
schlechtes Raumangebot im Verhältnis zur Grundfläche und müssen auch gut
abgespannt werden. Wir führen
sie nicht in unserem Programm.
Groß-
bzw. Familienzelte, sind zwar keine eigene Zeltform (sie sind ebenfalls
Kuppel- oder Tunnelzelte), stellen aber doch einen neuen Zelttyp dar. Mit viel
Platzangebot und Stehhöhe sind sie die optimale Alternative zu schweren und
langwierig aufzubauenden Steilwandzelten.
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Das Gestänge
hält ein Zelt in Form. Bei Kuppel- und Tunnelzelten wird eine flexible Stange
aus mehreren Segmenten unter Spannung gesetzt, so dass sie einen Bogen bildet.
Um dieser Spannung auch bei starkem Wind standhalten zu können, muss das
Gestänge aus einem flexiblen und stabilen Material bestehen.
Aluminiumlegierungen sind die Lösung. Die Firma Easton setzt mit der
Legierung 7075 T9 hier den Maßstab. Es gibt auch europäische und asiatische
Anbieter, deren Gestänge von guter Qualität sind (7001 T6 / 7075 T6).
Die einzelnen Segmente sind mit einem
Gummizug verbunden, damit ist die Handhabung des Bogens einfacher; trotzdem
können einzelne Segmente ersetzt werden. Bei einem guten Gestänge sitzen die
Verbindungshülsen innen, das erleichtert das Einfädeln der Stange in den
Gestängekanal. Eine Eloxierung schützt das Material vor
Witterungseinflüssen. Bei billigen Zelten werden teilweise noch
Fiberglasgestänge eingesetzt, die allerdings entweder sehr schwer und
schlecht in der Handhabung oder aber schwer und bruchanfällig sind.
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Wo aufbauen?
Die Wahl des richtigen Standortes ist
oft nicht ganz einfach. Einige Grundregeln erleichtern die Suche aber enorm:
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Das Zelt in den Schatten stellen. Auch die hochwertigste Si-Beschichtung
verhindert nicht, dass das Außenzelt bei langer und starker UV-Belastung
mürbe wird.
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Dem Wind ausgesetzte Stellen meiden, also hinter Hecken, Büschen oder Felsen
bleiben. Tunnelzelte immer längs zur Windrichtung stellen; die Eingänge
sollten sich möglichst an der dem Wind abgewandten Seite befinden. Bei
starkem Wind nicht unter Bäume!
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Bei Senken und Mulden darauf achten, dass das Zelt nicht am tiefsten Punkt
steht, sonst kann auf Regen ein nasses Erwachen folgen....
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Den Zeltplatz gut auf spitze Steine und ähnliches absuchen; zum besseren
Schutz des Zeltbodens vor Schmutz und Beschädigung besser eine Unterlegplane
verwenden.
Gute Nächte!
Unser
Zeltangebot
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